6a+ (6a)
★★★★★
Wunderschöner Klassiker in bestem Furka-Granit. Eines der Highlights ist sicher die dritte Seillänge.
Die Schwierigkeit ist nicht zu unterschätzen – wie so oft bei älteren Routen.
SL 1-6 von Niedermann-Anderrüthi
SL 7-10 von Nolen Volens
Die Schwierigkeit ist nicht zu unterschätzen – wie so oft bei älteren Routen.
SL 1-6 von Niedermann-Anderrüthi
SL 7-10 von Nolen Volens
- Länge
- 350m
- Seilanlängen
- 10
- Absicherung
- 3/5
- Absicherbarkeit
- 5/5
Friends von 0.5-2
Unsere Erfahrung
Da wir bei nicht ganz sicheren Wetterbedingungen eingestiegen waren, haben wir uns entschieden, die Routen Niedermann-Anderrüthi und Nolens Volens so zu kombinieren, dass wir jederzeit über die Route abseilen können.
Die Combo andersrum wartet an einem Schönwettertag auf uns.
L0
Vom Furkapss zur Siedelenhütte. Der Weg zum Einstieg ist gut mit Steinmenschen markiert. Es lohnt sich diesen zu folgen, da der Weg sonst mit Platten, die plötzlich unangenehm steil werden, durchsetzt ist.
Der Gletscherrückgang ist bemerkenswert. Achtung vor grossen Steinen auf Eisbrücken. Der Weg geht leicht nördlicher als der eigentliche Einstieg der Route, von dort aus sieht man die blauen Pfeile, die zur Route gehören. Die markante Felsnase ist von weitem sichtbar.
L1
Kurze anspruchsvolle Stelle etwa in der Hälfte der Länge, da ein unangenehmer Sturz auf ein Bödeli möglich wäre. Sonst einfach. Am ersten Stand befindet sich der Uristier.
L2
Nach rechts weiter, dann zweigt die Route Nolens Volens nach links über die Platte ab. Niederman geht weiter rechts und leicht hoch.
L3
Nach links in die Verschneidung. Wunderschöne Verschneidung, die etwas Ausdauer und Kraft erfordert. Wer mehr Friends setzt, ist sicherer, dafür braucht es mehr Kraft. Einige BHs geben Sicherheit.
L4
Etwas anspruchsvolle, plattige Stelle, dann in die Verschneidung rechts und hoch zum Stand.
L5
Grasige Länge zu einem Stand, wo oben die Bh links bereits sichtbar sind. Nicht zu stark rechts, dort befindet sich der Stand von Fliegender Akku.
L6
Die Traverse zurück auf den Rücken ist nicht ganz intuitiv. Es befindet sich versteckt ein Schlaghaken, der einem den besten Weg zeigt. Danach schön.
L7
Hier sind wir in die Route Nolens Volens gewechselt.
Die Route führt weiter nach rechts. Die Querung nach rechts aussen ist kurz etwas anspruchsvoll.
Die Route führt weiter nach rechts. Die Querung nach rechts aussen ist kurz etwas anspruchsvoll.
L8
Anhaltende, schöne, aber nicht immer intuitive SL. Es gibt viele Strukturen und die einfachste Variante zu finden erfordert einen guten Spürsinn oder Geduld.
L9
Wunderschöne, etwas leichtere SL an Verschneidung.
L10
Verschneidung mit vielen Strukturen. Auch hier nicht immer einfach die beste bzw. einfachste Lösung zu finden. Aber sehr schön!
Abseilen:
Seilfresser Spalten… Keine Stände überspringen!
Beim 4. Abseiler sollte die zweite Person nach links eher hoch queren, damit das Seil nicht unten an den Zacken durchgeht und verhängt. Mit 60m Seilen kann auch in Fallinie auf das bödeli abgeseilt werden und ein Stand übersprungen werden.
Nach der Hälfte ist das Abseilen weniger kritisch.
